Jetzt fahre ich meinen ID3 schon eine kleine Weile. Während ich bei Temperaturen um die 10 Grad noch immer auf einen durchschnittlichen Verbrauch von knapp unter 19 kw/h kam, liegt er nun bei 23 kw/h. Ich muss dazu sagen, dass ich auch maximal 120 km/h fahre. Das macht sich gut für die Reichweite und ist ein weiterer kleiner Beitrag für die Umwelt. 

Mit der sinkenden Reichweite wird es wichtiger, immer schnell eine freie Ladesäule zu finden. Wie gut, dass es dafür Apps gibt. Ob es die We Charge im Auto selbst ist oder eCharge, die Apps von Ladeinfrastruktur-Anbietern oder über Google, alle könnten hilfreich sein. Könnten, denn die We Charge App im ID stellt sich nicht als der große Wurf heraus. Während der Fahrt nützt sie gar nichts. Man muss schon anhalten und viel Geduld mitbringen, um mit Hilfe dieser App eine freie Ladesäule zu finden. 

Bitte warten – wer nicht geduldig ist, lernt Geduld mit dem ID 😉

Beim Aufruf der App zeigt sich, dass sie mit Google verbunden ist. Das an sich muss nicht schlecht sein, aber das Laden dauert etwas länger. Was sich dann zeigt, ist eine Übersichtskarte der Region, in der man sich gerade aufhält und darauf sind runde Punkte mit Zahlen, aber auch Punkte mit einem Ladesymbol. Neben letzteren steht entweder 11 oder 22 kw. Die Punkte mit den Zahlen dahinter, so rate ich, sind wohl dann Schnellladesäulen. Die Zahl könnte die Anzahl der Lademöglichkeiten anzeigen. Eine Erklärung dazu finde ich nirgendwo. 

Dass es keine Erklärung gibt, ist nicht so schlimm. Ich kann es ja ausprobieren, doch das ist nicht so einfach, wie ich meinte. Man kann auf die Punkte tippen, wie man will, es ändert sich nichts an der Ansicht. Ich kann also den Punkt nicht als Ziel wählen. Dumm. Denn die Übersichtskarte zeigt mir ja nur die ungefähre Lage an. Zwar hätte ich die Möglichkeit, die Adresse einzugeben. Doch wüsste ich die, wüsste ich ja auch, wo die Ladesäule steht. Und auf „Hier suchen“ zu tippen, löst keine Aktion aus. 

Was macht der technik-affine Mensch in einer solchen Situation? Klar, er versucht die Karte zu vergrößern. Und das klappt auch. Nur bekomme ich dann eine Ansicht, mit der ich gar nichts anfangen kann. Ist es Zufallsprinzip, was da gezoomt wird? Auch bei mehrmaligem Versuch wird es kaum besser. Hier ist Geduld gepaart mit Fingerspitzengefühl gefragt, habe ich den Eindruck.

Jedenfalls gebe ich irgendwann den Versuch auf, denn ich habe ja noch diese App auf dem Smartphone. Also probiere ich die aus – und stelle fest, dass die wohl nicht ganz aktuell ist. Denn die Ladesäulen, an denen ich schon geladen habe, kennt die App gar nicht. 

Diese Ladesäule kennt die App leider nicht. Laden kann ich hier dennoch.

Gerade im Winter sind solche Funktionen aber wichtig. Wenn die Reichweite wegen der Außentemperaturen zu schnell abnimmt, möchte man doch sicher gehen, dass man noch am Ziel ankommt! Vor allem, wenn man weiß, welche Fahrten man noch vor sich hat und das Laden ein wenig planen möchte. 

Hier ist es wichtig, dass schnell nachgebessert wird: Und zwar sowohl in der Aktualität als auch in der Bedienbarkeit!

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