In der vergangenen Woche durfte der ID3 mich für eine Dienstreise von Wolfsburg nach Frankfurt zu meinem Arbeitgeber ETECTURE GmbH bringen – als Bewährungsprobe sozusagen. 

Dass es auf der A39 und der A7 mehrere Baustellen gibt, wusste ich. Nicht aber, dass es mitten in der Woche eine Vollsperrung der A7 geben sollte, wie wir das Navigationsgerät anzeigte. Zum Glück stand ich in Kontakt mit jemandem, der die gleiche Strecke fuhr. Und dessen Navi zeigte keine solche an. Also blieb ich auf der A7 und – oh Wunder – kam auch wirklich durch. Das ist schon ärgerlich, wenn ein Navi einen solchen Fehler macht, zumal die Umgehungsstrecke mich doch gute 30 Minuten kosten sollte. 

Und leider blieb es bei diesem auch nicht. Doch dazu später mehr. Es ging also recht flott durch die Baustelle bei Nordheim. Gut so. Auch voll aufgeladen komme ich nicht die komplette Strecke bis nach Frankfurt durch. Ein Ladestopp war angezeigt – und den nahm ich auch wahr. Das klappte alles hervorragend. In der etwas unübersichtlichen Baustelle am Kirchheimer Dreieck verließ ich kurz die Autobahn und fand auch ziemlich schnell drei leere Ladesäulen. Allerdings mit eingeschränktem Schnellladen, da ich nicht über die dafür notwendige Ladekarte verfüge. Wie gut fügte es sich da, dass die benachbarte Shell-Tankstelle auch über Schnellladeplätze verfügte, die leider im Navi noch nicht vorhanden sind. 

Einmal was trinken, die Beine vertreten und zur Toilette und schon konnte es weitergehen. Noch glaubte ich an ein zügiges Vorankommen. Doch weit gefehlt, das Navi zeigte mir lediglich keine Staus an, gegeben hat es sie dann aber doch – und zwar reichlich. Erst zeigte es mir also eine Vollsperrung an, die gar nicht vorhanden war, später dafür keinen einzigen Stau. 

Liebe VW-Leute, das geht nicht! Da kann mein Smartphone sehr viel mehr! Dass ich das einsetzen muss, um die Verzögerungen in den Blick zu bekommen, das sollte nun wirklich nicht sein!

Zum Hotel in Frankfurt wurde ich dann allerdings auf der besten Verbindung geleitet. Dumm aber, dass die Ladeinfrastruktur in Frankfurt wohl noch stark verbesserungswürdig ist. Im Hotel hätte man mir vielleicht eine Steckdose anbieten können, war sich aber nicht sicher. Also verzichtete ich darauf und wusste, dass ich dafür am nächsten Tag auf der Rückfahrt einen Stopp mehr einlegen musste. 

Am kommenden Tag also zurück nach Wolfsburg. Schon auf den ersten Metern wurde es schwierig. Die Baustelle und dadurch geänderte Verkehrsführung in Frankfurt kannte das Navi nicht. Dabei dauerte diese schon eine Weile an und wird wohl auch noch ein paar Wochen bleiben. Jedenfalls hätte mich das Navi quasi ständig im Kreis geschickt. Aber nach der ersten Schleife kam ich wenigstens an einem Umleitungsschild vorbei und konnte diesem dann folgen. 

Der erste Ladestopp kam schnell, das wusste ich ja. Aber: an der Ladesäule angekommen sollte ich noch unbedingt 100 Meter fahren, wo ich dann keine Ladesäule vorgefunden hätte! Ich hatte Glück, eine Ladesäule für genau ein E-Auto und ich war schneller als der Hyundai Ionic, der nur zwei Minuten später zum Laden anrollte. Leider war es ohnehin nicht die schnellste Ladesäule, also nur ein paar KW ziehen, damit ich zu einer echten Schnellladestation weiterfahren konnte. 

Reinhardshain war also mein nächstes Zwischenziel. Das zeigte auch mein Navi an. Allerdings sollte ich an der Abfahrt zum Rasthof noch gut einen Kilometer weiter fahren, um dann an der nächsten Ausfahrt abzubiegen und auf der Landstraße zurück zum Rasthof Reinhardshain zu fahren. Warum? Zum Glück wusste ich, dass die Raststätte über mehrere Schnellladesäulen verfügt und bin rechtzeitig abgebogen. 

Auch auf der Rückfahrt wurden mir lange Zeit keine Staus angezeigt. Es gab allerdings reichlich davon. 

Ich hätte einfach noch einige Minuten länger laden sollen. Doch die Ladegeschwindigkeit hatte schon reichlich abgenommen und ich hatte keine Geduld mehr nach einer halben Stunde. Kaum losgefahren konnte ich auch schon sehen, der Rückweg würde sehr knapp werden. Also besser noch einen weiteren, dann aber kurzen Ladestopp einlegen – und zwar an der Raststätte Harz. Aber warum Harz West, liebes Navi? Warum nicht auf meiner Seite stoppen und laden? 

Rein auf Verdacht, denn an dieser Raststätte war ich noch nie, bin ich Harz Ost abgefahren – und siehe da: ein paar schnieke Ladesäulen und keine belegt. 

Was, liebe VW-Leute, denkt ihr euch dabei? Warum soll ich Umwege fahren? Was ist mit dem Navigationssystem los? 

Nach weiteren 10 Minuten Schnellladen konnte ich dann Non-Stopp nach Hause fahren. 

Mein Fazit nach dieser Tour: Vorerst lasse ich parallel zum VW-Navi meine Waze-App laufen. Auf die konnte ich mich in so vielen Jahren immer verlassen. Ich hatte sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt Glück, dass stets eine Ladesäule frei war. Aber auf das Glück will ich mich nicht immer verlassen müssen. Das bedeutet, dass ich hier sehr viel Nachbesserungsbedarf sehe. Gerade wer eine längere Strecke fahren will, muss eine Ladesäule für ein kleines Zeitfenster reservieren können. Denn noch sind die Ladesäulen an den Autobahnen nicht dicht genug gesät. Solange ich in der Nähe keine Alternative finde, bedeutet das im Zweifelsfall doch eine sehr lange Ladepause. In der Hauptreisezeit dürften sich da schon vereinzelt Menschen sehr geärgert haben. 

Was aber toll ist, solange der Verkehr noch halbwegs fließt, verbraucht der kleine ID3 sehr, sehr wenig. Der Wagen fährt sich wirklich toll. Die Sicht ist klasse, die großen Scheiben erlauben einen guten Blick in jede Richtung und die Scheibenwischer halten ein sehr großes Sichtfeld trocken. 

Fortsetzung folgt. 

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