Lilly_Fuhlendorf by journalistinbs
Lilly_Fuhlendorf, a photo by journalistinbs on Flickr.

Wie habe ich mich auf die drei Tage in Fuhlendorf gefreut! Endlich mal wieder so etwas wie Urlaub – für mich, Lotta und Familienzuwachs Lilly.

Lilly ist ein Straßenhund aus Spanien, der gerade erst kurze Zeit in Deutschland lebt und sich erst einmal eingewöhnen muss. Sie hatte sich auch zunächst sehr gut gemacht. So dass unserem Urlaub nichts im Wege zu stehen schien.

Gleichwohl entwickelte sich der Urlaub zu allem anderen als zu einer Erholungszeit. Denn Lilly befreite sich am Dienstagfrüh aus dem Halsband und lief davon, weil sie von Menschen erschreckt worden war.

Mein sofortiger Versuch, sie wieder einzufangen bzw. anzulocken ging daneben. Lilly ist ein Podenco – ein Windhund – und entsprechend schnell war sie davon. Ich bin ihr zwar mit Sack und Pack hinterher gelaufen. Doch nach 10 Kilometern verlor sich ihre Spur.

Später wurde sie weitere viele Kilometer entfernt gesichtet. Aber meine Suche dort blieb erfolglos. Am Abend dann wieder in der Nähe der Stelle, an der sie weggelaufen war. Ich sah sie sogar kurz. Doch statt zu kommen, lief sie auch dieses Mal einfach ins Unterholz – und ward nicht mehr gesehen. Auch am nächsten Morgen hatte ich eine kurze Begegnung. Bei unserer Suche begrüßte Lilly kurz Lotta, meine andere Hündin, und verschwand auch schon wieder.

Schließlich musste ich zurück nach Braunschweig fahren. Schweren Herzens ohne Lilly. Aber ich hatte Glück. Am Sonntag wurde sie vom Ordnungsamt Born eingefangen und so konnte ich sie wieder abholen.

Gesagt, getan. Gute 400 Kilometer hin, die gleiche Strecke mit Stau zurück. Aber ich war vor Mitternacht wieder daheim. Mit Lilly, die voller Zecken und Flöhe war. Das SpotOn, welches ich ihr gerade gegeben hatte, hat in der Wildnis wohl keine Wirkung gehabt. Die Flöhe sind wir heute früh so gut wie los. Die Zecken, so weit ich sie gefunden habe, ebenfalls.

Nun müssen wir uns wieder aneinander gewöhnen. Aber das wird schon. Lilly ist sehr erschöpft, hat angeschwollene Pfoten und schläft sehr, sehr viel. Das ist auch gut so. Sie soll sich vom Schock erholen – und nie wieder auf die Idee kommen, dass Weglaufen ein schöneres Leben bedeuten könnte.

Draußen ist es schön, wenn man auch ein Zuhause kennt. Sonst ist es unwirtlich. Kein Futter, keine bequeme Liegefläche, keine Wärme, keine Freunde, ganz viel Schmarotzer wie Flöhe, Mücken oder Zecken. Schauen wir mal, dass Lilly das endlich versteht!

5 Kommentare zu „Lilly in Fuhlendorf – ein Abenteuerurlaub

      1. Mit Angst denken auch Hunde manchmal nicht mehr rational und wer weiß, was sie erlebt hat.
        Du wirst Geduld brauchen. Um so schöner ist es, wenn sie dann vertrauen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s