Die SPD-Mitglieder haben für den Koalitionsvertrag gestimmt und somit den Weg für die große Koalition frei gemacht. Im neuen Kabinett finden wir neue (Super-)Minister und andere Aufgabenverteilungen. Zumindest einer hat in meinen Augen den großen Ritt gemacht: Sigmar Gabriel. Das ist übrigens der gleiche Mann, dem wir das Verbot der Glühlampen zu verdanken haben oder der sich für die Vorratsdatensicherung einsetzt. Wie er sich immer wieder für das politische Kalkül wendet, gefällt mir persönlich nicht. Und auch nicht, dass er nun die Geschicke der Energiewende leiten soll. Aber Hut ab: weit gebracht hat es der Mann aus dem Harz!

Noch ein Niedersachse oder besser eine Niedersächsin hält sich wacker im Sattel: Ursula von der Leyen. Mal Familie, dann Arbeit und nun die Verteidigung ist ihre Aufgabe. Auch wenn sich die Medien in Deutschland schon wieder vergallopieren – warum sollte eine Frau diese Aufgabe nicht genauso gut oder vielleicht auch besser meistern als ein Mann? Ach ja, weil die alten Seilschaften sicherlich vor allem Mitglieder männlichen Geschlechts sind. Dennoch ist es mehr als an der Zeit, dass gerade diese Strukturen endlich aufgebrochen werden!

Was erwarte ich nun von unserer Regierung in den kommenden Jahren? Ich persönlich? Nicht viel, denn es fehlt mir ganz eindeutig ein großes Regulativ. Linke und Grüne werden sich erheblich anstrengen müssen, um weniger populären Themen oder Sichtweisen Gehör zu verschaffen. Und das finde ich ziemlich bedenklich. Mir persönlich wäre daher eine Minderheitenregierung oder eine andere Koalition deutlich lieber gewesen. Nur bin ich eben ausschließlich am Wahltag gefragt worden. Und meine beiden Kreuze haben eben diese Konstellation nicht verhindern können.

Aber auch wenn ich nicht besonders erwartungsvoll bin, so hoffe ich dennoch, dass ich viele positive Überraschungen erleben werde. Eine bezahlbare aber konsequente Energiewende wird es mit einer CDU/CSU-SPD-Regierung nicht geben, wie wir schon aus dem Koalitionsvertrag lesen können. Mehr Kohle und somit mehr Umweltverschmutzung werden unsere bisherigen Versuche CO2 zu mindern und die Luft sauber zu bekommen nicht unterstützen.

Schauen wir mal, was nun kommt. In Jubelrufe mag ich derzeit nicht ausbrechen.

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