Nein, ich bin sonst kein Mensch, der alles immer schlecht redet. Und wenn ich mich doch mal negativ äußere, dann muss schon so einiges vorgefallen sein. Mit der Telekom ist nun wirklich schon mehr als viel vorgefallen. Aktuell ärgert mich vor allem die Verlogenheit. Versprechen tun sie viel, die Mitarbeiter der Telekom, nur halten tun sie es nicht. Schuld sind nie sie selbst sondern immer nur andere!

Doch gehen wir chronologisch ein wenig zurück. Privat habe ich mich längst von der Telekom verabschiedet, nachdem ich von ihnen immer wieder im Stich gelassen wurde. Mal konnten sie doch nichts dafür, dass bei Regen die Leitungen absöffen, ich dann kein Telefon und dadurch natürlich auch kein Internet hatte. Ein anderes Mal konnten sie nichts dafür, dass sie mir keinen Splitter geschickt haben oder sie behaupteten, mein Anschluss liefe, doch mein Telefon blieb tot, was sie dann nach einem vergeblichen Anruf bei mir auch am Ende glaubten. So habe ich der Telekom gerne den Rücken gekehrt und bin bei meinem aktuellen Telefon- und Internetanbieter recht zufrieden.

Doch mit der Firma sind wir immer noch bei der Telekom. Wir benötigen die ISDN-Leitung für unsere Alarmanlage. Und wir hofften, mit einem Geschäftsanschluss würden wir nicht so veralbert werden. Doch die vergangenen drei Jahre haben anderes gezeigt. Anfangs hatten wir hier die 3000-er Rate. Für reinen E-Mail-Verkehr war das tragbar, für das Arbeiten im Internet mit Mitarbeitern schon sehr langsam. An manchen Tagen war es allerdings so langsam, dass sich Seiten gar nicht mehr aufbauten. Seit wir mehr im Internet arbeiten, benötigen wir auch einen schnelleren Zugang vor allem auch im Upload. Lange hieß es, dass es hier nicht möglich sei. Doch oh Wunder, im vergangenen Herbst machte man uns Hoffnungen. 16000 kbit sollten auf einmal möglich sein. Skeptisch waren wir ja anfangs. Leider auch zu Recht. Kaum war die schnellere Datenrate geschaltet, schon kamen wir gar nicht mehr ins Internet. Schließlich wurden wir auf 6000 kbit runtergesetzt. Bei der Geschwindigkeit konnte DSL endlich synchronisiert werden. Nur im Upload waren es knapp 640 kbit, also für eine echte Arbeit im Internet völlig ungeeignet. Behauptet wurde von Seiten der Telekom, dass unsere Störungsmeldung zu unserer Zufriedenheit gelöst worden sei. Was für eine unverschämte Lüge! Ein langes Procedere begann. 16.ooo kbit kamen wir nicht näher. Auch im Upload blieben wir gedrosselt.

Übrigens behauptete damals ein Mitarbeiter an der Hotline, dass die Telekom nur 10 Prozent der Leistung erbringen müsse und der Vertrag damit immer noch als erfüllt gelte. Das ist so, wie wenn Sie 60 Liter Benzin tanken wollen, sie Ihnen zugesagt werden und Sie sie auch bezahlen, dann aber nur 6 Liter in den Tank gefüllt bekommen. Oder Sie kaufen eine Wochenendtüte mit 10 Brötchen, darin befindet sich aber nur eines. Natürlich ist das Nonsens. Aber es ärgert einen schon sehr, wenn man sich solche Sprüche anhören muss.

Kurz und gut, am Ende wurde unser Vertrag rückabgewickelt und wir wollten uns einen anderen Anbieter suchen. Doch auch dieses war schier unmöglich. Wir leben hier in der Großstadt Braunschweig, sollte ich dazu anmerken. Kabel Deutschland wollte uns gerne als Kunden. Dort hätten wir eine 100.000-er Rate bekommen können, wenn, ja wenn wir auch Fernsehen wollten. Ohne Fernsehanschluss auch kein Kabel-Internet. Ein anderer Telefonanbieter kam, der konnte uns nicht anschließen, weil niemand wusste, wo der Verteiler für unseren Anschluss liegt. Selbstverständlich gab die Telekom ihrem Konkurenten keine Auskunft darüber. Also mussten wir zurück zur Telekom. Dieses Mal sollte alles besser werden. Ein freundlicher Mitarbeiter erläuterte mir, dass wir die 16.000-er Rate mit einem zweiten Anschluss sicher bekämen. Also biss ich in den sauren Apfel und buchte einen zweiten Anschluss. Noch zwei Wochen warten, dann erst konnte ein Techniker kommen. Das war vergangene Woche Donnerstag. Allerdings endete dieser Termin damit, dass der Techniker sich auch wieder schnell empfahl, weil er an den Verteiler nicht herankam. Der Verteiler sitzt in der Kneipe hier auf dem Stadtteil. Er ging und ich erhielt zunächst keine Information, wann wo und wie ein weiterer Termin möglich sei. Schließlich rief man mich doch noch zurück. Am gleichen Tag könne niemand mehr, am Freitag auch nicht. Aber am Montag. Ich verwies den Herren in der Leitung darauf, dass somit wieder drei Tage ohne Internet ins Land strichen. Sein Spruch: Was sind schon drei Tage bei drei Jahren, den Sie Ärger mit uns haben?“

Heiß ersehnt kam am Montag auch der Techniker. Er schloss uns schließlich und endlich sogar an, sprach aber von mehreren kritischen Fehlern in der Leitung. Nicht in der im Gebäude, von der Kneipe zu uns kämen die Signale ungestört an. Nur an der Verteilungsdose kämen die Signale schon nur gestört an. Er hätte sich aber verbinden können, meinte er, bevor er uns verließ. Leider musste ich nun ein neues Kabel organisieren. Als ich dann unser DSL in Betrieb nehmen wollte, durfte ich feststellen, dass sich das DSL nicht synchronisert. Dabei werden auch keine 16000 kbit zu synchronisieren versucht, auch keine 12000 sondern lediglich um die 11000 kbit. Also von vornherein wieder sehr viel weniger als versprochen.

Wieder ein Anruf bei der Telekom. Die Dame versprach, die Störung weiterzugeben und ich würde angerufen werden. Was soll ich sagen? Angerufen hat mich am Montag niemand von der Telekom! Heute morgen funktionierte das Internet für ganz kurze Zeit, bei einer Rate von um die 6000 kbit. Also rief ich wieder bei der Telekom an. Eine halbe Stunde später lief es wieder bei einer Rate von runt 6600 kbit. Heute Nachmittag wieder nichts mehr. Alle Synchroniserungsversuche waren für die Katz. Schon wieder telefonierte ich mit der Telekom. Ein Mitarbeiter meinte, ich solle mich doch mal mit der Störungsstelle in Verbindung setzen. Das tat ich. Aber der erste wollte mich kurz in die Warteschleife legen und brach dabei das Gespräch ab, der zweite fragte mich, was ich von ihm wolle. Er könne mir nicht helfen. Das könne nur die Technik, die mich gerade an ihn verwiesen hatte. Aber er versicherte, er nehme meine Beschwerde ernst. Er könne mir aber LTE oder gar ein Tablet-PC anbieten. – Wer käme sich dabei nicht veralbert vor?

Jedenfalls konnte auch der nächste Techniker mir nicht helfen. Es sei soweit alles vermerkt, ich solle ihnen Zeit geben. Wieviel Zeit denn noch und wofür? Was machen sie denn? Sie machen doch seit drei Jahren nichts. Sie nehmen auch seit drei Jahren unsere Beschwerden nicht ernst. Ich möchte Internet haben, und zwar in einer vertretbaren Rate, so dass ich Videos hochladen kann, dass wir endlich unsere Webinare wieder anbieten können. Dass wir endlich Geld verdienen können! Wir leben doch im Jahr 2014 in einem hochentwickelten Land. Noch dazu befindet sich unser Unternehmen in einer Großstadt. Hier gibt es auch noch andere Gewerbetreibende. Und es wohnen mehrere tausend Menschen hier. Da will sicher noch der eine oder andere eine etwas schnellere Leitung haben. Wir bezahlen ja auch schon dafür. Denn die Rechnung kam schon, bevor der Anschluss überhaupt geschaltet war.

Ich möchte ab sofort keine dummen Ausreden mehr hören. Ich möchte nicht mehr veralbert werden, nicht mehr belogen. Ich will endlich DSL mit einer vernünftigen Geschwindigkeit. Wer wenn nicht die Telekom kann dafür sorgen? Die Telekom hat die Leitungshoheit! Also ist genau sie gefragt!

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