Nun hat sich die FDP also aus der Verantwortung genommen. Sie will keine Regierungsverantwortung übernehmen und somit ist Jamaica beendet, bevor dieses illustre Bündnis überhaupt hat starten können. Und was kommt nun? So oder so ähnliche Fragen stellen die Medien derzeit – und jeder sieht die Gründe für das Scheitern an anderer Stelle. Auch ich habe meine Meinung dazu, doch im Grunde ist es egal, woran es wirklich lag. Denn der Effekt ist der gleiche!

Entweder die CDU unter Kanzlerin Angela Merkel versucht es als Minderheitenregierung – dann stehen ihr vier sehr schwierige Jahre bevor. Oder es gibt Neuwahlen. Und diese mit allen Risiken und allem Geschrei wie bereits bis zum 24. September. Rechtsruck oder nicht, Asylobergrenzen oder nicht, das waren wohl die häufigsten Querelen während des Wahlkampfes. Keine der Parteien hat sich hervorgetan durch eigene Themen, durch eigene Ideen, wie wir uns den Herausforderungen, die zweifelsohne mit der Digitalisierung kommen werden oder der fortschreitende Klimawandel uns auferlegt, stellen und die Weichen für die Zukunft stellen wollen.

Die CSU plärrt, dass mit ihr keine Regierung zustande käme ohne eine Obergrenze für Flüchtlinge, die FDP hat Wahlplakate aufgestellt, die nicht einmal für einen vorbei gehenden Fußgänger zu lesen waren (kleiner Schriftgrad und unglaublich textlastig), die Grünen präsentierten sich auch eher als aufgewärmt, von der CDU und der SPD mal ganz zu schweigen. Und die Medien? Die haben meines Erachtens einen entscheidenden Beitrag zu dem Wahldebakel beigetragen. Warum? Weil sie den Krakelköpfen eine mediale Aufmerksamkeit geschenkt (!) haben, die diese nicht verdient hatten – nicht einmal nach dem Wahlergebnis.

Was ist für mich die Quintessenz? Ich hoffe darauf, dass die Medien zur Besinnung kommen, auch sie sollten sich lieber nach den Fragen der Zukunft ausrichten. Und die dringlichsten heißen meiner Meinung nach: Digitalisierung – und der massenhafte Schwund an Arbeit – sowie der Klimawandel. Letzter begründet – zusammen mit unserem imperialistischen Lebensstil – auch einen Teil der Fluchtgründe für Menschen aus dem afrikanischen Kontinent.

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